Dieter Franke
Der Sohn eines Bühnenbildners begann seine Arbeit am Theater von Greiz, wo er als Requisiteur und Statist wirkte. Er besuchte 1954 bis 1958 die Staatliche Schauspielschule in Berlin und erhielt anschließend ein Engagement am Städtischen Theater in Karl-Marx-Stadt.
1963 kam er nach Berlin an die Volksbühne und gehörte seit 1964 zum Ensemble des Deutschen Theaters. Franke entwickelte sich hier zum markanten Bühnenschauspieler. Er verkörperte gewichtige Figuren wie Charlemagne in Der Drache, Mephisto in Faust, den Kurfürsten in Prinz Friedrich von Homburg oder den Dorfrichter Adam in Der zerbrochne Krug.
Ab 1963 lieferte Dieter Franke auch in Film und Fernsehen Proben seiner Verwandlungskunst. In zahlreichen Rollen konnte er sowohl dämonisch-komische (Teufel in Wer reißt denn gleich vor’m Teufel aus, 1977, Titelrolle in Gevatter Tod 1980, TV) als auch der Alltagswelt entnommene Figuren (Krankenfahrer Adam Kowalski in Mein lieber Robinson, 1971, Brigadier Kotbuß in Dach überm Kopf, 1980) darstellen.
Dieter Franke, der schon lange an einer schweren Krankheit litt, ohne dass er sich dies anmerken ließ, musste sich 1982 von den Dreharbeiten zum Film Automärchen, in dem er die Hauptrolle spielen sollte, zurückziehen. Bald danach verstarb er und wurde auf dem Französischen Friedhof in Berlin bestattet.
Bekannt für (Filme & Serien)
★ 7.9
Löwenzahn
1981
★ 3.8
Der Staatsanwalt hat das Wort
1965
★ 9.0
Levins Mühle
1980
★ -
Der Streit um den Sergeanten Grischa
1968
★ 9.0
Kleiner Mann – was nun?
1967
★ 5.0
Bin ich Moses?
1975
★ 10.0
Jeder stirbt für sich allein
1970
★ 6.3
Mein lieber Robinson
1971
★ 9.0
Johannes Kepler
1974
★ 7.8
Die Abenteuer des Werner Holt
1965
★ 8.0
Märkische Forschungen
1982
★ 7.0
Gevatter Tod
1980